Anonymität im Netz ekelt mich an

Ich bin nicht mutig, ich bin ein elender Feigling. Ich weiß nicht, ob man im Jahr 2015 Anonymität im Internet noch braucht. Okay, wir haben Snowden erlebt, wir wissen, was mit Chelsea Manning passiert ist, aber das sind ja auch unterprivilegierte US-AmerikanerInnen. Ich habe selbst noch nie erlebt, dass es Probleme gibt, wenn man seine Meinung äußert. Ich meine, sogar die National-Zeitung kann hier erscheinen. Wozu braucht man Anonymität im Internet? Wir leben doch nicht in Teheran. Oder in Nordkorea. Und erst recht nicht in der Hipstermetropole Berlin. Ich finde es nicht so gut, wenn alle gegen die Vorratsdatenspeicherung sind. Ich habe schließlich nichts zu verbergen. Kann doch jeder die Partyfotos von gestern sehen. Mir doch egal. Ich finde das alles hochgradig albern. Ich finde man hat zu seinen Schwächen und Fehlern zu stehen. Und mir war immer wichtig, dass diese vor der Öffentlichkeit nicht verborgen werden.

Wir leben in einer Welt, in der man sich selbst viel zu wichtig nimmt. Warum denkt niemand an das Allgemeinwohl? Mit der Vorratsdatenspeicherung kann im Nachhinein viel schneller herausgefunden werden, wer etwas gemacht hat!

Jetzt habe ich keine Lust mehr. Außerdem wartet meine zweite Doktorarbeit und ein Text für einen Literaturpreis habe ich auch noch zu schreiben…

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