Wer mich disst ist entartete Kunst

Die Hausherrin hat hier gerade erst Rap gemacht und jetzt mache ich auch Rap, ich bin schließlich ein mit Gelée gefülltes Hirn. Irgendwo, angeblich bei der FAZ, stand mal dass ein Rapkonzert aussähe wie der Reichsparteitag der Parkinsonkranken, das ist ein ganz wundervolles Bild und hilft uns über die Erkenntnis hinweg, dass deutscher Hip Hop zehn Jahre lang in einer ganz schweren Krise steckte. Absolute Beginner, Erbloggtes, die kennst du noch? Haben mit “Füchse” den besten Raptrack der 90er gemacht, und danach eiterte Jan Delay aus dieser Eimsbüttler Wunde und wurde zur mahnenden Stimme all unserer Mittelohrentzündungen.

Jedenfalls kommt Hip Hop gerade aus der Kreativkrise, bei der man einfach alles immer mit “wie”-Metaphern auf Reim gleichschaltete, heraus.

Routine – nich’ die Routine irgendeiner deutschen Rapkapelle
Denn Inhaltloses muß scheitern – so wie Westerwelle
Dann doch eher die Routine eines Willy Brandts
Wir ham’ die Musik die süß schmeckt wie Philly Blunts

Jetzt mal ehrlich, schlimmer wird’s auch mit den Onkelz lyrisch nicht mehr, oder? Genau. Deshalb gibt’s jetzt die Antilopen Gang, und es gibt Muso, und meinetwegen auch Prinz Pi, und es gibt eben KIZ.

Hör halt mal rein, Schatzi. Weil, eine bessere Symbiose aus “Er ist wieder da”, “Hipster Hitler” und Instagram kriegt aktuell auch keiner mehr hin: