Das Schönste aus einem Jahr @Erbloggtes

10. September 2010: Ergoogletes ist nicht immer zuverlässig und nicht immer das beste im Web Verfügbare zu einem Thema.

15. September 2010: Erstellte Scans von Aufsätzen sind nützlich für die wissenschaftliche Arbeit. Der Buchscanner ist ein ausgezeichnetes Gerät, mit dem aus einem Buch schneller der gewünschte Text extrahiert werden kann als mit einem Kopierer.

18. Oktober 2010: Seehofer gewinnt Luftschlacht um Deutschland.

23. November 2010: Die Wahrheit in Sätzen
habeat papam
Kondome benutzen
Juchhe tamtam

24. November 2010: Während die Menschenrechte den Menschen befreiten von seiner Bindung an die Scholle und seinem Untertanenstatus gegenüber weltlicher wie kirchlicher Obrigkeit, befreite die Moderne ihn von der Sicherheit der begrenzten Lebenschancen und -risiken.

20. Dezember 2010: Erleichtert es das Wecken von Interesse, einen Text mit einem einfachen Wort zu beginnen? Wenn das Wort “Fuck” lautet, ja.

5. Januar 2011: Leben ist teuer, eine Bahncard 100 nicht (so sehr).

22. Februar 2011: Karl-Theodor zu Guttenberg,
der schrieb ein plagiiertes Werk.
Steuerung-C, Steuerung-V,
und Schuld daran war seine Frau

24. März 2011: Erklärte sie ihrer Tochter den Kommunismus mit den Worten “das ist, wenn Du immer nur ein ganz kleines Kuchenstück bekommst, und Dir das Rezept vorher selber ausdenken musstest”?

18. Mai 2011: Erlebte Steilwände beengen das Denken mehr als erdachte.

25. Juni 2011: Er hielt es der FAZ zugute, dass sie zuweilen lesenswertere Beiträge brachte als die meisten anderen Zeitungen.

23. Juli 2011: Erstiegene sonnenbeschienene und grasbewachsene Berge neben alpinen Felsmassiven bieten blendende Ausblicke.

27. August 2011: Erträumtes Ziel der Christlich-Sozialen Union scheint ein Bayern zu sein, in dem es nichts links und rechts von ihr selbst gibt. Dass es nichts rechts von ihr gibt, darum kümmert sie sich programmatisch gern selbst, für alles links der CSU ist in Bayern der Verfassungsschutz zuständig.

9. September 2011: Erbloggtes startete vor genau einem Jahr mit einem humoristisch angehauchten Eröffnungstext. Seitdem sind hier gut 200 Beiträge erschienen, viele davon über Medien, Politik oder selbst Erlebtes, wenige über Spiele, Kunst, Fiktives oder selbst Erforschtes. Die in der rechten Spalte unten sichtbare Statistik besagt, dass im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 100 Seitenaufrufe pro Tag erfolgt sind.

Anonymität im Netz ekelt mich an

Ich bin nicht mutig, ich bin ein elender Feigling. Ich weiß nicht, ob man im Jahr 2015 Anonymität im Internet noch braucht. Okay, wir haben Snowden erlebt, wir wissen, was mit Chelsea Manning passiert ist, aber das sind ja auch unterprivilegierte US-AmerikanerInnen. Ich habe selbst noch nie erlebt, dass es Probleme gibt, wenn man seine Meinung äußert. Ich meine, sogar die National-Zeitung kann hier erscheinen. Wozu braucht man Anonymität im Internet? Wir leben doch nicht in Teheran. Oder in Nordkorea. Und erst recht nicht in der Hipstermetropole Berlin. Ich finde es nicht so gut, wenn alle gegen die Vorratsdatenspeicherung sind. Ich habe schließlich nichts zu verbergen. Kann doch jeder die Partyfotos von gestern sehen. Mir doch egal. Ich finde das alles hochgradig albern. Ich finde man hat zu seinen Schwächen und Fehlern zu stehen. Und mir war immer wichtig, dass diese vor der Öffentlichkeit nicht verborgen werden.

Wir leben in einer Welt, in der man sich selbst viel zu wichtig nimmt. Warum denkt niemand an das Allgemeinwohl? Mit der Vorratsdatenspeicherung kann im Nachhinein viel schneller herausgefunden werden, wer etwas gemacht hat!

Jetzt habe ich keine Lust mehr. Außerdem wartet meine zweite Doktorarbeit und ein Text für einen Literaturpreis habe ich auch noch zu schreiben…

@Erbottetes

Weil Erbloggtes immer noch nicht auf unsere inexistenten Forderungen eingegangen ist, wird es jetzt getrollt. Vielleicht zwingen wir es auch dazu einen Vertrag mit uns zu unterschreiben, obwohl 14-jährige ja noch nicht geschäftsfähig sind. Aber vielleicht finden wir ja einen besonders unnützen Ferienjob für @Erbloggtes. Zeitungsaustragen vielleicht.


Ode an die Badewanne

In deinen Wellen liegen
in einer Winternacht.
Des warmen Wassers Macht,
es ist schon fast wie Fliegen.

Das ruhige Plätschern ist es,
das die Zeit anhält,
in dieser Welt
voller Stress.

Bemitleide die arme Dame,
die nicht in dir sein kann.
Oh, dieser grausame
Zustand, den das Schicksal ersann.

Kein Wein, kein Schaum,
keine Quietscheente.
Alptraum!

DIE MAYO HAT NÄMLICH KEINE BADEWANNE, HAHAHAHAHAHA.